• Gedankengespinst I | 2015

Aktuelles

Über Sheila Furlan

‚Sheila Furlan näht Alltagsgegenstände aber auch menschliche Körper in eine durchsichtige Haut aus Organzastoff ein. Es entstehen transparente, dünnhäutige Arbeiten, die durch ihre membranartige Oberfläche Einblicke in Innenräume gewähren und dialektische Wechselspiele zwischen innen und außen, zwischen Raum, Transparenz und Volumen zeigen. In der Folge schlüpft der Gegenstand oder der Körper wieder aus seiner Haut und es bleibt ein fragiler Kokon zurück, der die Erinnerung an den ursprünglichen Zustand speichert. Aber auch Schriftzüge ausgewählter Briefe, geheime Botschaften und Zeichnungen finden sich wie Erinnerungsspuren auf hauchdünnes Seidengewebe sorgfältig gestickt und auf fragile Rahmengestelle gespannt. Hierbei ist sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite der Stickarbeiten offengelegt. Lange Fäden hängen an Wort- und Satzenden oder verbinden diese inhaltsreich miteinander.‘

Text von Dr. Cornelia von Detten (Kunsthistorikerin, Kuratorin) 2018

Der Raum den die Künstlerin Sheila Furlan mit ihren Objekten, Installationen und Fotografien erschafft, ist so greifbar wie das Äußere und so betretbar wie das Innere einer Seifenblase. Mit hauchdünner aber stabiler Seide überzogene oder eingenähte Objekte erschließen sich dem Anblick und verweigern sich dem Zugriff. Man kann den entstandenen Zwischenraum auch mit Augenblicken zwischen Wachen und Einschlafen vergleichen, in denen eine Träumer deutlich sieht, was er träumt. Jedoch verschwinden seine Bilder sobald er sich ihrer bemächtigen will.‘

Text von Cornelia Kleÿboldt (Kunsthistorikerin M.A.)

Sheila Furlan ist eine Meisterin der Verfremdung‘

Aussage von Uwe Mitsching (Kulturjournalist)

Für Ihre Werke gibt es keine Schubladen…Wenn sie (die Besucher) sich auf den Gedanken, der dahinter steht, eingelassen haben, ist so manches verzückte Lächeln zu sehen, wenn die Betrachter den Zwischenraum entdecken, den ihnen die Künstlerin präsentiert. …Sheila Furlan schafft es mit ihren Objekten, dass man beginnt, in neuen Bahnen zu denken…‘

Text von Doris Distler (Journalistin)

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