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Transparenzen

Sheila Furlan

Eröffnung: Donnerstag, den 15. November 2018, 19 Uhr

GALERIE FENNA WEHLAU
Amalienstr. 24  |  80333 München Schwabing

Ausstellungsdauer 16. November 2018 bis 25. Januar 2019

Begrüßung und Einführung 19:45 Uhr. Es spricht Dr. Cornelia von Detten.

Beiprogramm
Poetry Performaces von Sabine Magnet
WRITE-IN No. 1 am Freitag, den 14.12.2018  |  19 bis 22:30 Uhr
WRITE-IN No. 2 am Freitag, den 11.01.2019  |  19 bis 22:30 Uhr
Konzert mit Erhard Dengl (Hackbrett & Tabla) und Jörg Holik (Percussion)
Freitag, den 30.11.2018 um 20 Uhr  |  Eintritt € 20, bitte Karten im Vorverkauf
per E-Mail: info@galerie-wehlau.de reservieren.
www.galerie-wehlau.de
Öffnungszeiten: Di bis Fr 13 bis 18 Uhr  |  Sa 12 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung

Ich freue mich auf Ihren Besuch

 

GLAUBE | LIEBE | HOFFNUNG
Kunst an sakralen Orten in Gräfelfing

4. GRÄFELFINGER KUNSTPREISES 2018

Sheila Furlan wurde für ihr Werk „Zum Himmel„, einer Rauminstallation
in der Kirche St. Johannes der Täufer in Altlochham mit einem

Anerkennungspreis und den Publikumspreis ausgezeichnet.

Die Himmelsleiter, aus hauchdünnem Seidenstoff und zentralperspektivisch genähten Stufen transzendiert quasi im Gegenlicht des Kirchenfensters. Dadurch wirkt sie wie ein Vehikel vom Irdischen ins Überirdische. Durch die besondere Inszenierung und Ausführung gelingt es der Künstlerin, eine neue, sichtbare doch nicht greifbare Dimension in den Kirchenraum zu holen. Neben der aufwändigen und handwerklich präzisen Ausführung hat besonders die gelungene Wahl im Kirchenraum vor einem der Fenster überzeugt, durch das während der Öffnungszeiten der Ausstellung häufig das Licht fällt und die Arbeit zum Strahlen bringt, was das Publikum besonders fasziniert.

‚Sheila Furlan näht Alltagsgegenstände aber auch menschliche Körper in eine durchsichtige Haut aus Organzastoff ein. Es entstehen transparente, dünnhäutige Arbeiten, die durch ihre membranartige Oberfläche Einblicke in Innenräume gewähren und dialektische Wechselspiele zwischen innen und außen, zwischen Raum, Transparenz und Volumen zeigen. In der Folge schlüpft der Gegenstand oder der Körper wieder aus seiner Haut und es bleibt ein fragiler Kokon zurück, der die Erinnerung an den ursprünglichen Zustand speichert. Aber auch Schriftzüge ausgewählter Briefe, geheime Botschaften und Zeichnungen finden sich wie Erinnerungsspuren auf hauchdünnes Seidengewebe sorgfältig gestickt und auf fragile Rahmengestelle gespannt. Hierbei ist sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite der Stickarbeiten offengelegt. Lange Fäden hängen an Wort- und Satzenden oder verbinden diese inhaltsreich miteinander.‘

Text von Dr. Cornelia von Detten (Kunsthistorikerin, Kuratorin) 2018

 

Der Raum, den die Künstlerin Sheila Furlan mit ihren Objekten, Installationen und Fotografien erschafft, ist so greifbar wie das Äußere und so betretbar wie das Innere einer Seifenblase.
Mit hauchdünner aber stabiler Seide überzogene oder eingenähte Objekte erschließen sich dem Anblick und verweigern sich dem Zugriff. Man kann den entstandenen Zwischenraum auch mit Augenblicken zwischen Wachen und Einschlafen vergleichen, in denen eine Träumer deutlich sieht, was er träumt. Jedoch verschwinden seine Bilder sobald er sich ihrer bemächtigen will.‘

Text von Cornelia Kleÿboldt (Kunsthistorikerin M.A.)

 

Sheila Furlan ist eine Meisterin der Verfremdung‘

Aussage von Uwe Mitsching (Kulturjournalist)

 

Für Ihre Werke gibt es keine Schubladen…Wenn sie (die Besucher) sich auf den Gedanken, der dahinter steht, eingelassen haben, ist so manches verzückte Lächeln zu sehen, wenn die Betrachter den Zwischenraum entdecken, den ihnen die Künstlerin präsentiert. …Sheila Furlan schafft es mit ihren Objekten, dass man beginnt, in neuen Bahnen zu denken…‘

Text von Doris Distler (Journalistin)