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GLAUBE | LIEBE | HOFFNUNG
Kunst an sakralen Orten in Gräfelfing

Eröffnung Samstag  23. Juni 2018 um 15 Uhr
Beginn in St. Johannes d. Täufer (Baptista) Kirche
Kirchweg 2   82166 Gräfelfing / (Alt)Lochham

Ausstellungsdauer  23. Juni – 15. August 2018

Der Kunstkreis Gräfelfing öffnet 12 sakrale Ausstellungsorte, von der Barockkapelle über moderne Kirchenbauten bis hin zur denkmalgeschützten Aussegnungshalle in Gräfelfing, Lochham und Teilen Planeggs, für eine ungewöhnliche Kunstausstellung.

30 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler verwandeln diese Orte mit rund 100 Exponaten aus den Bereichen der Malerei, Skulptur, Intervention, Fotografie, Medienkunst, Installation, Klang und Licht in spirituelle Begegnungsstätten.
Der Ausstellungseintritt ist frei. Begleitend finden Vorträge, Lesungen, Führungen, Konzerte und Performances statt.

Ich selbst stelle zwei neue Großinstallationen in der St. Johannes d. Täufer (Baptista) Kirche Altlochham
und der Neuen Aussegnungshalle Gräfelfing aus.

Freue mich über Ihr Kommen!

Viele weitere Programmpunkte und aktuelle Zusatzinformationen finden Sie ab Ende Mai unter
www.glaube-liebe-hoffnung.com

 

zum Himmel

2018    Sheila Furlan
Installation in der St. Johannes d. Täufer
Kirchen in Altlochham

‚Sheila Furlan näht Alltagsgegenstände aber auch menschliche Körper in eine durchsichtige Haut aus Organzastoff ein. Es entstehen transparente, dünnhäutige Arbeiten, die durch ihre membranartige Oberfläche Einblicke in Innenräume gewähren und dialektische Wechselspiele zwischen innen und außen, zwischen Raum, Transparenz und Volumen zeigen. In der Folge schlüpft der Gegenstand oder der Körper wieder aus seiner Haut und es bleibt ein fragiler Kokon zurück, der die Erinnerung an den ursprünglichen Zustand speichert. Aber auch Schriftzüge ausgewählter Briefe, geheime Botschaften und Zeichnungen finden sich wie Erinnerungsspuren auf hauchdünnes Seidengewebe sorgfältig gestickt und auf fragile Rahmengestelle gespannt. Hierbei ist sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite der Stickarbeiten offengelegt. Lange Fäden hängen an Wort- und Satzenden oder verbinden diese inhaltsreich miteinander.‘

Text von Dr. Cornelia von Detten (Kunsthistorikerin, Kuratorin) 2018

 

Der Raum, den die Künstlerin Sheila Furlan mit ihren Objekten, Installationen und Fotografien erschafft, ist so greifbar wie das Äußere und so betretbar wie das Innere einer Seifenblase.
Mit hauchdünner aber stabiler Seide überzogene oder eingenähte Objekte erschließen sich dem Anblick und verweigern sich dem Zugriff. Man kann den entstandenen Zwischenraum auch mit Augenblicken zwischen Wachen und Einschlafen vergleichen, in denen eine Träumer deutlich sieht, was er träumt. Jedoch verschwinden seine Bilder sobald er sich ihrer bemächtigen will.‘

Text von Cornelia Kleÿboldt (Kunsthistorikerin M.A.)

 

Sheila Furlan ist eine Meisterin der Verfremdung‘

Aussage von Uwe Mitsching (Kulturjournalist)

 

Für Ihre Werke gibt es keine Schubladen…Wenn sie (die Besucher) sich auf den Gedanken, der dahinter steht, eingelassen haben, ist so manches verzückte Lächeln zu sehen, wenn die Betrachter den Zwischenraum entdecken, den ihnen die Künstlerin präsentiert. …Sheila Furlan schafft es mit ihren Objekten, dass man beginnt, in neuen Bahnen zu denken…‘

Text von Doris Distler (Journalistin)